Kununu-Bewertung von Arbeitnehmern rechtlich korrekt beurteilen

Kununu lebt von offenen und auch kritischen Bewertungen. Gerade deshalb ist nicht jede negative Arbeitgeberbewertung unzulässig. Maßgeblich ist, ob die Bewertung die Grenzen zulässiger Kritik überschreitet oder auf einer rechtlich angreifbaren Tatsachengrundlage beruht.

Comclair Legal® unterstützt Arbeitgeber bei der anwaltlichen Einordnung und – nach Auftragserteilung – bei der außergerichtlichen Bearbeitung entsprechender Bewertungsfälle.

Kostenlose Ersteinschätzung des eingereichten Bewertungsfalls.
Nach Auftragserteilung: außergerichtliche Bearbeitung zum Pauschalhonorar von 150 € zzgl. MwSt.

Einordnung vor Aktionismus

Nicht jede kritische Kununu-Bewertung ist rechtlich angreifbar. Die entscheidende Frage ist, ob die Bewertung inhaltlich zulässig ist oder ob rechtliche Grenzen überschritten werden.

Gerade bei anonymen Arbeitgeber­bewertungen kommt es auf eine nüchterne und rechtlich tragfähige Prüfung des Einzelfalls an.

Comclair Legal®

Rechtsanwalt Dr. Timo Hohmuth, LL.M.

Nicht jede kritische Kununu-Bewertung ist unzulässig

Arbeitgeberbewertungen betreffen regelmäßig sensible Themen. Maßgeblich ist nicht, ob eine Bewertung unangenehm ist, sondern ob sie die rechtlichen Grenzen zulässiger Kritik überschreitet oder auf unzutreffenden Tatsachen beruht.

Was Kununu-Bewertungen besonders macht

Kununu unterscheidet sich von klassischen Google-Bewertungen. Im Vordergrund stehen nicht Kundenkontakte, sondern Einschätzungen im Zusammenhang mit einem Arbeitsverhältnis oder einem Bewerbungsprozess. Hinzu kommt, dass Bewertungen dort typischerweise anonym erfolgen und häufig subjektive Eindrücke über Führung, Betriebsklima oder Arbeitsbedingungen enthalten.

Wann eine Kununu-Bewertung rechtlich problematisch sein kann

Eine Beanstandung kann insbesondere dann in Betracht kommen, wenn der Tatsachenkern nicht trägt oder die Bewertung die Grenzen zulässiger Kritik überschreitet.

Unzutreffende Tatsachenbehauptungen

Etwa zu Arbeitsbedingungen, Vergütung, Führung oder internen Abläufen.

Entstellende Darstellungen

Wenn tatsächliche Vorgänge bewusst verfälscht oder aus dem Zusammenhang gerissen werden.

Herabsetzende Formulierungen

Wo die Kritik die Grenze zur bloßen Herabsetzung oder Formalbeleidigung überschreitet.

Fehlender belastbarer Erfahrungsbezug

Wenn eine Bewertung keinen nachvollziehbaren Bezug zum Arbeitsverhältnis oder Bewerbungsprozess erkennen lässt.

Sachfremde Zielrichtung

Wenn die Bewertung erkennbar nicht auf Einordnung, sondern auf gezielte Schädigung gerichtet erscheint.

Anonyme Bewertung mit schwerwiegendem Vorwurf

Anonymität schließt eine rechtliche Prüfung nicht aus. Gerade dann kommt der Einordnung besonderes Gewicht zu.

Typische Fallkonstellationen

Nicht jede Unrichtigkeit ist gleich gewichtig. Manche Aussagen können die Bewertung jedoch in ihrem Kern tragen und deshalb besonders relevant sein.

Ex-Mitarbeiter-Bewertungen

Nicht jede kritische Bewertung ehemaliger Mitarbeiter ist unzulässig. Prüfungsbedürftig kann es werden, wenn Tatsachenbehauptungen unzutreffend sind oder die Bewertung deutlich über zulässige Kritik hinausgeht.

Bewertungen aus dem Bewerbungsprozess

Auch Äußerungen angeblicher Bewerber können problematisch sein, wenn der geschilderte Sachverhalt in wesentlichen Punkten nicht zutrifft oder der tatsächliche Bezug unklar bleibt.

Falsche Angaben zu Arbeitsbedingungen

Bewertungen mit konkreten Behauptungen zu Vergütung, Arbeitszeit, Führung oder internen Abläufen sind rechtlich anders zu beurteilen als bloße Werturteile.

Anonyme Bewertungen mit schwerwiegendem Vorwurf

Die Möglichkeit anonymer Bewertung ist systemimmanent und kann zu Mehrfachbewertungen derselben Person führen. Sie entzieht den Inhalt aber nicht jeder rechtlichen Prüfung.

Zur Rolle der Anonymität

Anonymität ist Teil der Plattformstruktur. Sie ändert jedoch nichts daran, dass auch anonyme Arbeitgeberbewertungen rechtlich einzuordnen sind.

Kununu-Bewertungen erfolgen regelmäßig anonym. Das dient dem Schutz der Bewertenden, führt aber nicht dazu, dass jede Bewertung jeder rechtlichen Überprüfung entzogen wäre.

 Auch bei anonymen Bewertungen bleibt entscheidend, ob der Inhalt inhaltlich zulässig ist und auf einer tragfähigen tatsächlichen Grundlage beruht. Gerade deshalb ist eine objektive anwaltliche Einordnung häufig der sachgerechte erste Schritt.

Erst einordnen. Dann beauftragen. Dann außergerichtlich bearbeiten.

1

Bewertung übermitteln

Sie übermitteln den Link zur Bewertung, den Bewertungstext und die wesentlichen Hintergrundinformationen.

2

Kostenlose anwaltliche Ersteinschätzung

Wir prüfen auf erster Grundlage, ob Anhaltspunkte für eine rechtliche Angreifbarkeit bestehen.

3

Auftragserteilung

Sofern eine außergerichtliche Bearbeitung angezeigt erscheint und von Ihnen gewünscht wird, wird der Fall beauftragt.

4

Außergerichtliche Bearbeitung

Nach Auftragserteilung beginnt die konkrete anwaltliche Tätigkeit gegenüber Kununu.

5

Verfahrensüberwachung

Wir überwachen den Fortgang des Verfahrens und halten Sie über Reaktionen und weitere Schritte auf dem Laufenden.

Was die außergerichtliche Bearbeitung umfasst

Kostenlose Ersteinschätzung

Auf Grundlage der übermittelten Informationen prüfen wir, ob der Sachverhalt rechtlich prüfungswürdig erscheint, ob eine Beanstandung gegenüber Kununu in Betracht kommen kann und ob eine Beauftragung zur außergerichtlichen Bearbeitung angezeigt ist.

Transparente Preisstruktur

Nach Auftragserteilung

150 € ²

zzgl. MwSt. (178,50 € inkl. MwSt.) für die außergerichtliche Bearbeitung des Bewertungsfalls.

² zzgl. 19% MwSt. (178,50 € inkl. MwSt.) | Das Honorar umfasst die gesamte außergerichtliche Bearbeitung rund um die Beanstandung einer Rezension gegenüber dem Plattformbetreiber, ohne dass zusätzliche Kosten wie eine Auslagenpauschale o.ä. anfallen. Es kommt lediglich die gesetzliche Umsatzsteuer hinzu. Die Abrechnung erfolgt hierbei auf Basis eines Pauschalhonorars für die außergerichtliche Tätigkeit und weicht damit von den gesetzlichen Gebühren des Rechtsanwaltsvergütungsgesetzes (RVG) ab (vgl. § 4 RVG, Unterschreitung der gesetzlichen Vergütung).

Warum eine anwaltliche Prüfung bei Kununu sinnvoll sein kann

Gerade bei Tatsachenbehauptungen kommt es auf nachvollziehbare Unterlagen und eine geordnete Fallaufbereitung an.

Kununu-Bewertungen bewegen sich in einem sensiblen Spannungsfeld zwischen zulässiger Kritik, geschützter Meinungsfreiheit, Anonymität und dem berechtigten Interesse von Arbeitgebern am Schutz ihrer Reputation.

Gerade bei anonymen Bewertungen und bei Behauptungen zu internen Arbeitsbedingungen ist eine nüchterne rechtliche Einordnung regelmäßig wichtiger als ein vorschneller Löschwunsch.

Häufige Fragen zu Kununu-Bewertungen

Nein. Nicht jede kritische Arbeitgeberbewertung ist rechtlich angreifbar. Maßgeblich ist stets die rechtliche Einordnung des Einzelfalls.

Nein. Die Anonymität einer Bewertung macht sie nicht automatisch unzulässig. Sie schließt eine rechtliche Prüfung jedoch nicht aus.

Ja. Auch ehemalige Mitarbeiter können grundsätzlich Bewertungen abgeben. Entscheidend ist, ob die konkrete Bewertung inhaltlich zulässig ist.

Erst mit Auftragserteilung zur außergerichtlichen Bearbeitung des Bewertungsfalls.

Ja. In geeigneten Konstellationen kann auch eine weitergehende Einordnung, ein Reputations-Audit oder im Rahmen laufender Betreuung eine sachgerechte Reaktionsstrategie sinnvoll sein.

Lassen Sie prüfen, ob Ihre Kununu-Bewertung rechtlich angreifbar ist

Comclair Legal®

c/o Rechtsanwalt Dr. Timo Hohmuth, LL.M.

Alstertor 17, 20095 Hamburg

Wenn eine Kununu-Bewertung Ihr Unternehmen, Ihre Praxis oder Ihre Arbeitgeberreputation belastet, kann eine kostenlose Ersteinschätzung klären, ob eine außergerichtliche Bearbeitung in Betracht kommt.

Nach Auftragserteilung: außergerichtliche Bearbeitung des Bewertungsfalls zum Pauschalhonorar von 150 € zzgl. MwSt.

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